News
02.09.2026
Bundesnetzagentur veröffentlicht vollständigen AgNes-Entwurf – Nachbesserung erforderlich!
Die Bundesnetzagentur hat am 06.08.2026 den vollständigen Entwurf zur Festlegung zur Allgemeinen Netzentgeltsystematik Strom (AgNes, Az.: GBK-25-01-1#3, abrufbar hier) sowie ein Gutachten zur Weiterentwicklung der Netzentgeltsystematik veröffentlicht und die öffentliche Konsultation eingeleitet. Worum geht es? Die AgNes-Festlegung soll die Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV), die mit Ablauf des 31.12.2028 außer Kraft tritt, ablösen…
26.08.2026
Bundesweite Standardisierung des Störungsverbots bei Windenergieanlagen: KNE startet Konsultation
Das Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende (KNE) hat gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) und dem Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) ein Konsultationsverfahren zur möglichen bundesweiten Standardisierung zum artenschutzrechtlichen Störungsverbot beim Betrieb von Windenergieanlagen an Land gestartet.
24.08.2026
Update: Neuer Arbeitsstand zur MiSpeL-Festlegung veröffentlicht
Nachdem die Bundesnetzagentur vor einem knappen Jahr den Festlegungsentwurf für die Marktintegration von Speichern und Ladepunkten (MiSpeL) veröffentlichte (wir berichteten, hier), ist seit dem 05.08.2026 ein aktueller Arbeitsstand (Az.: 618-25-02, abrufbar hier), verfügbar. Worum geht es? Im Februar 2025 hatte der Gesetzgeber im Rahmen des sog. Solarspitzengesetzes das strenge Ausschließlichkeitsprinzip für…
17.08.2026
Das Netzpaket im Detail – Spitzenkappung für Wind und PV
Nach dem Willen der Bunderegierung soll ab dem Jahr 2027 die Netzanschlussleistung für alle neuen Windenergieanlagen an Land sowie für neue PV-Freiflächenanlagen auf ein netzverträglicheres Maß begrenzt werden. Durch könne Netzausbau eingespart und das knappe Gut von Netzanschlusskapazitäten effizienter genutzt werden, so das BMWE in der Entwurfsbegründung. Die Begrenzung soll dauerhaft gelten und erfolgt unabhängig von möglichen Kapazitätsengpässen am Netzverknüpfungspunkt, also zusätzlich zum geplanten Redispatch-Vorbehalt (wir berichteten dazu am 12.08.2026, siehe unten).
Weitere News unter Netzpaket – entscheidende Weichenstellung für die Erneuerbaren:
02.08.2026
Thüringen: Gericht zieht Grenzen für die Aussetzung von Windenergievorhaben nach § 17a ThürLPlG
Hintergrund von § 17a ThürLPlG Mit § 17a Thüringer Landesplanungsgesetz (ThürLPlG) hat der Thüringer Landesgesetzgeber eine besondere Sicherungsvorschrift für die laufende Regionalplanung im Bereich der Windenergie geschaffen. Hintergrund ist, dass in Thüringen die Regionalen Planungsgemeinschaften derzeit die für die Erreichung der bundesrechtlich vorgegebenen Flächenziele erforderlichen Vorranggebiete für Windenergie ausweisen. Nach…
02.08.2026
Pachtdeckel statt Ausbau? Warum die EEG-Novelle 2027 neue Probleme schaffen wird
Mit Kabinettsbeschluss vom 29. Juli 2026 hat die Bundesregierung den Entwurf des Erneuerbare-Energien-Gesetzes 2027 (EEG 2027) beschlossen. In dem Gesetzentwurf enthalten ist eine – bereits im unmittelbar vorangegangenen Kabinettsentwurf fast identisch angelegte – Regelung, die zumindest branchenintern höchst kontrovers diskutiert wird: Erstmals soll die Vergütung für Grundstücke, die für Windenergieanlagen an Land genutzt werden, gesetzlich begrenzt werden.
Weitere News unter Grundstücksnutzung – Blog rund um die Flächensicherung für EE-Projekte:
29.07.2026
Kabinett beschließt EEG-Novelle
Während andere Urlaub (schon oder noch) machen, läuft das Gesetzgebungsverfahren rund um die EEG-Novelle in Berlin auf Hochtouren: Nachdem die extrem kurze Stellungnahmefrist zum EEG-Entwurf (und dem parallel laufenden „Netzpaket“) vergangenen Mittwoch endete, wurde der Gesetzesentwurf nun heute am 29.07.2026 vom Kabinett beschlossen. Damit kann nun das Gesetzgebungsverfahren endlich starten. Die Zeit bis zum Auslaufen des derzeit (noch) geltenden EEG ist ohnehin schon mehr als knapp bemessen.
Weitere News unter EEG 2027 – Zeitenwende für die Erneuerbaren?:
15.07.2026
Bundeswehr-Infrastrukturbeschleunigungsgesetz: Drohen neue Hürden für Windenergieprojekte?
Die Bundesregierung will mit dem geplanten Bundeswehr-Infrastrukturbeschleunigungsgesetz den Ausbau militärischer Infrastruktur deutlich beschleunigen. Angesichts der sicherheitspolitischen Herausforderungen ist dieses Ziel nachvollziehbar und wird auch von der Windenergiebranche grundsätzlich unterstützt. Der vorliegende Referentenentwurf macht deutlich, dass der Gesetzgeber der militärischen Infrastruktur künftig ein noch höheres Gewicht beimisst. Gleichzeitig verschieben sich die rechtlichen Rahmenbedingungen für Windenergieprojekte spürbar. Besonders die Ausweitung der Schutzbereichstatbestände, die Einbeziehung noch nicht realisierter Verteidigungsanlagen sowie die Verkürzung der Beteiligungsverfahren können zu zusätzlichen Planungs- und Investitionsrisiken führen. Viele der vorgesehenen Regelungen werden voraussichtlich erst durch die Verwaltungspraxis und die Rechtsprechung konkretisiert werden.
08.07.2026
OLG Koblenz zu Installation einer PV-Anlage ohne Eintragung in die Handwerksrolle
Das Oberlandesgericht Koblenz hat mit Urteil vom 2. Juni 2026 (Az. 9 U 1015/25) entschieden, dass die Planung, Installation, Inbetriebnahme und Wartung von Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) je nach Ausgestaltung als wesentliche Tätigkeiten zulassungspflichtiger Handwerke einzuordnen sein können. Unternehmen, die entsprechende Leistungen eigenständig anbieten oder ausführen, benötigen daher grundsätzlich eine entsprechende Eintragung in die Handwerksrolle.
Die Entscheidung hat insbesondere für Unternehmen Bedeutung, die Photovoltaik-Komplettlösungen anbieten und dabei neben der Projektentwicklung oder Vermittlung auch handwerkliche Leistungen übernehmen.
07.07.2026
Gebotsausschluss wegen Formfehlern – OLG Düsseldorf konkretisiert Grenzen für BNetzA
In einem von PROMETHEUS betreuten Verfahren hat der dritte Kartellsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf mit Beschluss vom 1. Juli 2026 (VI-3 Kart 1096/25 [V]) einen Ausschlussbescheid der Bundesnetzagentur aufgehoben. Zugleich verpflichtete er die Behörde, dem Gebot der Beschwerdeführerin den Zuschlag zu erteilen. Der Senat stellt klar, dass nicht jede formale Unstimmigkeit…